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Die Band Mit der Volksmusik ist das ja so eine Sache: Der Eine mag sie, der Andere nicht. Mögen Sie Volksmusik? Dann sind Sie bei uns richtig! Mögen Sie keine? Dann erst recht! Im Herbst 2010 kamen zwei Mitglieder der Band „Die Drei swingenden Vier“ auf die Idee, sich nach Swing und Dixieland nun endlich auch einmal an unsere einheimische Volksmusik (bzw. an das, was nach Zeiten volkstümlicher Hitparaden und der zunehmenden Degradierung von Blasmusik zum massenkompatiblen Frühschoppen-Umtata noch davon übrig blieb) heranzuwagen. In den Südstaaten der USA hat der Jazz als „afroamerikanische Volksmusik“ auch ein Jahrhundert nach seiner Entstehung nicht an Popularität verloren. Die Wurzeln des Blues sind in der Leidenschaft und der Spielfreude aller Jazz-Musiker noch immer spürbar. In Deutschland hingegen brach spätestens in den 70er Jahren eine unaufhaltsame Kommerzwelle über unsere echte Volksmusik herein. Seither verbirgt sich hier nur noch zielgruppenorientierte Volkstümelei hinter dem zum Klischee degradierten Begriff „Volksmusik“. Um das zu ändern gibt es jetzt eine neue Band – und die ist gesalzener als Salzgebäck:
Altsaxophon), die Brüder Robert (Trompete, Bariton) und Michael Seidel (Posaune, Bariton, Trompete) sowie Sebastian Wildgrube (Kontrabass, Trompete, Steirische). Fünf junge Musiker, die nach prägenden Kontakten mit Stadl-Feeling und Heuhaufenromantik a la Moiksn Karl und Borgsn Andi die Volksmusik wieder volkstauglich machen wollen. Man nehme Größen beider Volksmusik-Kulturen wie Slavko Avsenik, Ernst Mosch, Benny Goodman oder Glenn Miller unter strikter Vernachlässigung jedweder volksdümmlicher Elemente zusammen, kombiniere die traditionelle böhmische Polka mit ein paar jazzigen Blue Notes, unterlege das ganze mit einer Prise Rock’n’Roll-Groove – und schwuppdiwupp entsteht eine Musikrichtung, von der jeder, vom Kleinkind bis zum Großvater, vielleicht endlich einmal sagen kann: Das ist die Volksmusik unserer Zeit. |
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